KH Lahn-Dill Ausbildungsinitiative: Übergabe Bewilligungsbescheid

Das Handwerk sucht dringend Nachwuchs. Die Betriebe des Handwerks sind über alle Sparten und Gewerke hinweg in besonderer Weise darauf angewiesen, den benötigten Fachkräftenachwuchs auf dem Wege eigener Ausbildungsangebote und -anstrengungen heranzubilden und möglichst zu binden. Handwerk ohne Lehrlinge ist ein Widerspruch in sich. Aufgrund der aktuellen Lage in Sachen Lehrlinge und Fachkräfte, die sich auch in die Zukunft hinein fortschreiben wird, beginnen auch Betriebe wieder auszubilden, die dies aus unterschiedlichen Gründen kürzer oder länger nicht getan haben.

 

Die Suche nach Auszubildenden ist auch im Bereich der Kreishandwerkerschaft (KH) Lahn-Dill eine Daueraufgabe und ein Dauerthema. Auf der Grundlage eines Kooperationsprojektes zwischen den beiden LEADER-Regionen Lahn-Dill Wetzlar (federführend) und Lahn-Dill-Bergland erhält nun die KH Lahn-Dill - mit Sitz in Wetzlar -  die Möglichkeit, die Nachwuchswerbung gezielt zu intensivieren, schwerpunktmäßig im Rahmen der Berufsorientierung an Schulen.

Dazu wird ab Januar 2019 Lea Wald für die Projektdauer von drei Jahren das Team der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill als neue Mitarbeiterin und Projektmanagerin verstärken. Lea Wald hat langjährige Erfahrung auf dem Feld der Nachwuchswerbung und war zuletzt im Bereich der IHK aktiv. Im Kreise von Vertretern der beiden LEADER-Regionen und des KH-Teams begrüßte Kreishandwerksmeister Ralf Jeschke (Hermannstein) die zusätzliche Kraft im "Haus des Handwerks" in der Seibertstraße. Bei diesem Treffen überreichte Heinz Schreiber in seiner Funktion als stellvertretender Landrat einen Bewilligungsbescheid der Europäischen Union, die die Übernahme von Lea Wald in das KH-Team erst ermöglichen.

Erklärtes Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Nachwuchswerbung in den handwerklichen Berufen innerhalb des Lahn-Dill-Kreises. Dazu sollen zum Beispiel Auszubildende aus dem heimischen Handwerk bei den nur wenig jüngeren Schülerinnen und Schülern "auf Augenhöhe" für ihren Ausbildungsberuf werben. Diese Lehrlinge auf ihre Aufgabe vorzubereiten, fällt in die Zuständigkeit von Lea Wald.

Wie mit Lampenfieber umgehen?

Wie können Schüler der Abschlussklassen am besten erreicht und im Sinne von Motivation "gefesselt" werden?

Welche Tipps und Tricks machen eine Präsentation möglichst perfekt?

Mit ausgewählten, selbst für die Sache motivierten Lehrlingen erarbeitet Lea Wald - einschließlich eines Rhetorik-Seminars - persönliche Präsentationskonzepte, die dann bei den Schulbesuchen zum Einsatz gebracht werden sollen.

 Die Auszubildenden als künftige Botschafter des Handwerks auf ihre Einsätze an Schulen, aber auch auf Ausbildungsmessen vorzubereiten und zu begleiten, soll nun mit Lea Wald forciert und strukturiert werden. Und auch die beiden LEADER-Regionen, die an einem Erfolg des Projekts großes Interesse haben, werden das Geschehen "eng begleiten".

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       Die Europäische Union unterstützt seit 1991 mit dem LEADER-Ansatz modellhafte Projekte im ländlichen Raum. In den sogenannten LEADER-Regionen können die Menschen Prozesse vor Ort mitgestalten, um die regionale Entwicklung zu fördern. LEADER steht für "Liaison Entre Actiens de Développments de I'Économie Rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).

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